An meinen Hund
Hey kleines schwarzes Fellgewusel
Du Schnauzenstubser Wedelkind
Du treuer Freund der Einsamkeiten
Kuschel' dich an mich nun geschwind
Du gräbst mit eil'gen schwarzen Tatzen
Die Mauselöcher riesengroß
Steckst deine Schnauze schnüffelnd kratzend
Jagdfieber - meist ergebnislos
Du der du freudig mich begrüßt laut
Wenn niemand anders meiner harrt
Dein treuer Blick, der zu mir schaut
Vertrauend schützt bedingungslos
Die Menschen kennst du ganz genau
Durch dich seh' ich mit andern Augen
Ob wahr ob falsch du spürst mein Wau
Bewachst den Schlaf begleitest Freizeit
Und schläfst beim Fernsehn friedlich ein
Und brauch ich Zärtlichkeiten kommst du
Und lässt dich kraulen sanft und fein.
Nur jetzt wenn Frühlings erste Wärme
Die Schnüffelnase tastend weckt
Da kann ich dich nicht länger halten
Weil auch der Frühling in dir steckt
Das Näschen heiß und kläglich fiepsend
Suchst du nach einer Hundefrau
Du möchtest raus hinaus ins Freie
Stehst an der Tür ich weiß genau
Worin dein einziges Verlangen
Dein Streben Sehnen jetzt dich zieht
An jedem Busch an jedem Zaune
Erwitterst du was dich vergnügt
Es ist die kleine Hundedame
Dort hinterm Zaun der Nachbarschaft
Ihr gilt zur Zeit dein ganzes Sehnen
Ihr schenkst du deine ganze Kraft
Es ist der Rausch in deinem Blute
Der Frühlingssäfte steigen macht
Wir Menschen spür'n durch dich die Wärme
Die uns're Herzen voller macht
