Das Knobelsdorff'sche Wappen...
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Das Knobelsdorff’sche Wappen Zeigt uns ein rotes Feld, Darauf in Blau und Silber Ein Balken quer gestellt.
Wer gibt uns davon Kunde Woher dies Sinnbild kam, Und welcher uns’rer Ahnen In seinen Schild es nahm?
Vergeblich ist die Frage Nach dem, was laengst verklang, Was keine Chronik meldet, Vielleicht kein Saenger sang.
Doch gibt es eine Deutung, Ob alt sie oder neu, Das darf uns wenig graemen, Befolgen wir sie treu.
Der Balken soll uns mahnen An den Im eig’nen Aug, Und dass kein Splitter richten Fuer edle Seelen taug!
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Das Blau geb’ uns zur Treue Die Mahnung immerdar; Wie Silber sei die Rede, So gut, so echt, so wahr!
Das Rot, worauf das Zeichen Des Wappens ausgepraegt, Moeg’ uns zur Liebe spornen, Die gern die Schwachen traegt.
Und hat der Aar zur Helmzier Den Fittich dargelieh’n, Lehrt er zur Hoehe streben, Der Niedrigkeit entfliehn.
O Lasst uns - schlagt zum Bunde Darob die Haende ein - Streng gegen eig’ne Fehle, Mild gegen fremde sein.
Lasst uns in Treue halten, Was laut der Mund verspricht, Der ew'gen Liebe zahlen so unsere Dankes Pflicht!
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Dann wird das Wappenzeichen Ein Sinnbild schoenster Art, Uns selbst zu maecht'gem Schilde, Der uns vor Hochmut wahrt. Ernestine 1886
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