Eine kurze Reise von Hannover beginnend durch den Harz

 

Schauen wir mal kurz auf das Leben in Hannover, zuerst die Anfahrt... mitten im glutheißen Jahrhundertsommer fängt es prompt bei meiner Ankunft an, kurz zu regnen, na wenn das mal kein gutes Zeichen ist. Doch sehr schnell übernimmt die Sonne wieder die Herrschaft und mit der Frische der Luft ist es fast ebenso schnell vorbei, wie die wenigen Tropfen, die auf dem Pflaster verdunsten. Ein Tag, mit meinen Augen gesehen und mit meiner Kamera für den geneigten Leser meiner Seite dokumentiert. Möge er sich sein eigenes Bild machen. Huch, sorry, natürlich auch, wenn der geneigte Leser eine Leserin ist...

 

 

Eine freundlich musizierende Band verfolgt den offenbar nach Geld riechenden Touristen, der sich unbedarft in einem der vielen Straßencafes zu einem Eis niederlässt in der Hoffnung auf eine kleine Spende.

Ein schweifender Blick lässt imposante Gebäude wie die Oper - nein, es ist kein Phantom (lese ich auf einem Hinweisschild und lächele) und die Deutsche Bank gleich daneben vor dem Auge erscheinen.

Und weiter im Stadtbild, denn reizvolle Einblicke in die neuzeitliche Kultur verspürt man in der City sofort beim Anblick einer bunten Kuh, welche da hoch technisiert und etwas mutiert daher kommt.

Na da schmunzelt doch der Passant, oder etwa nicht?

        

Eine freche Taube - hier wie überall zu Hause - und diesmal sogar Ring geschmückt, hockt auf einem der erfrischenden Brunnen der Stadt und schaut mich herausfordernd an.

Nach diesem etwas seltsamen Uhrwerk geht es weiter... immer die Fußgängerzone entlang:

Ein schneller Blick zum Hauptbahnhof      und weiter geht es.

        

Wie der Arme Poet von Spitzweg, der Ausgang bekommen hat, wirkt diese Skulptur, wobei die Körperfülle dieser traurig - komischen Figur wohl eher der heutigen Zeit angepasst erscheint.

Das bunte Treiben erinnert mich stark an ein Werk Auguste Renoirs... nur dass jener wohl eher in Paris denn in Hannover impressionisierte.

Herr Schiller im Gegenlicht dient auch als schattiger Ruheplatz und hier wie überall müssen sich am Sockel "nette" jugendliche Zeitgenossen verewigen... Hach nein, die heutige Jugend hat keinen Respekt (und den hat sie wirklich nicht, einigen fehlt leider sogar ein wenig mehr, aber leider wird wie überall gespart, zuerst im öffentlichen Dienst, also auch im Bildungswesen... nein, doch nicht etwa an den Gehältern der Beamten, das wäre denn dann wohl doch zu vermessen).

Broterwerb verschiedenster Art auf dem Boulevard zu nachmittäglicher Stunde während des letzten Sommerschlussverkaufes. Traurig aber wahr.

Noch schnell ein Tattoo aussuchen und gleich aufmalen lassen, um den Freund zu beglücken... oder gar einstechen lassen? Schaulustige, die diese Szene begucken, hat es jedenfalls genug. Ob ein freundlicher chinesischer Drachen oder gar ein indianisches Motiv oder einfach nur schmückende Schnörkel... fast alles ist ja machbar.

und da haben wir auch schon den nächsten Künstler, der für nur 5 Euro verspricht, eine schnelle Karikatur anzufertigen oder eben ein Portrait vom Foto.

Aber der hier ist gut... wirklich. Übung macht den Meister.

Hiermit verabschiede ich mich lächelnd von Hannover... und denke, diese Stadt ist es wert, mal an einem etwas kühleren Tag und mit viel mehr Ruhe und Gelassenheit betrachtet zu werden.

also auf in den Harz, wer Lust hat zu folgen.

Harz

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